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Hygiene im Schweinestall und in Fütterungsanlagen

In der Schweinehaltung ist die Hygiene im Schweinestall und vor allem in den Flüssigfütterungsanlagen eine Herausforderung und entscheidend für eine gute Tiergesundheit und optimale Leistungen.

Zu den wichtigsten Hygienemassnahmen gehören:

1. Rein-Raus-Prinzip 
Nur im Rein-Raus-Verfahren bestossene Kammern können optimal gereinigt werden.

2. Effektive Reinigung und Desinfektion 
Durch eine gründliche Reinigung und Desinfektion werden die Keime reduziert. Besonders zu beachten ist der korrekte Einsatz der Desinfektionsmittel (Konzentration, Temperatur).

3. Waschen der Sauen 
In vielen Betrieben werden die hochträchtigen Sauen vor dem Einstallen in die Abferkelbuchten nicht mehr gewaschen. Was früher selbstverständlich war, wird heute, meist aus Zeitgründen, nicht mehr gemacht. Welchen Nutzen hat aber eine gründliche Stallreinigung, wenn ungewaschene Sauen in ein Abferkelzimmer eingestallt werden? Viele Keime werden auf diese Weise schon beim Einstallen wieder eingeschleppt.

4. Schädlingsbekämpfung 
Dazu gehört die regelmässige Bekämpfung von Ratten, Mäusen und Fliegen. All diese Schädlinge sind Überträger von Keimen.

5. Reinigung der Flüssigfütterungsanlagen 
Bei den Flüssigfütterungsanlagen ist es besonders wichtig, dass die Hygiene ständig überprüft und ein Hygienekonzept eingehalten wird (siehe Tabelle). Sonst können sich Hefen und Enterobakterien plötzlich schnell vermehren und es gibt vermehrt Verluste wegen geblähten Sauen. Die einfachste Methode um festzustellen, ob die Futtersuppe viele Hefen enthält, ist der PET-Flaschen-Test. Dabei wird eine PET-Flasche mit Suppe gefüllt und für mindestens vier Stunden in einen warmen Raum (> 22 °C) gestellt. Falls sich in der Flasche in dieser Zeit ein Überdruck entwickelt, hat es Hefen in der Anlage.

Nun gilt es herauszufinden, von wo die Hefen in die Anlage gelangen oder ob sich diese erst in den Leitungen vermehren. Folgende Installationen sollen dabei überprüft werden:

  • Lagertanks und Futtersilos inklusive Leitungen zur Futterstande
  • Futterstande und Spülbehälter
  • Entstaubungsanlage
  • Fütterungsleitungen inklusive Trogauslaufrohre

Zur Vorbeugung von Hefen empfehlen wir, den Leitungsinhalt täglich nach der letzten Fütterung am Abend sowie die Flüssigkomponenten bereits bei der Anlieferung zu stabilisieren. Es gibt Produkte, die sich dafür mehr oder weniger eignen. Für Schotte eignet sich Kaliumsorbat besonders gut, für den Leitungsinhalt eine flüssige Säuremischung. Für weitere Auskünfte steht Ihnen unser technischer Dienst gerne zur Verfügung.

Autor: Urs Iseli

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